Selbsteinschätzung · Kein Diagnose-Test

RAADS-R-Selbsttest: Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale


Der RAADS-R ist ein umfangreicher, wissenschaftlich validierter Fragebogen zu autistischen Merkmalen im Erwachsenenalter — mit 80 Aussagen zu vier Bereichen: soziale Beziehungen, besondere Interessen, Sprache und Sensomotorik. Wichtig: Er wurde als Instrument für die klinische Begleitung entwickelt, nicht als reiner Online-Test. Ausgewertet wird direkt in Ihrem Browser; es werden keine Daten gespeichert oder übertragen.

80 Aussagen ca. 45–60 Minuten Auswertung im Browser Keine Datenspeicherung
Person nimmt sich in Ruhe Zeit, um am eigenen Gerät einen Fragebogen auszufüllen
Nehmen Sie sich Zeit — der Fragebogen ist lang und läuft vollständig auf Ihrem Gerät.

Worum es bei diesem Fragebogen geht

Der RAADS-R (Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale – Revised) erfasst mit 80 Aussagen autistische Merkmale bei Erwachsenen in vier Bereichen: soziale Beziehungen, besondere (zirkumskribierte) Interessen, Sprache und Sensomotorik. Ein Teil der Aussagen beschreibt Symptome, ein anderer bewusst gegenteilige (normative) Erfahrungen – beide fließen in die Auswertung ein.

Was dieser Test kann: eine strukturierte Selbsteinschätzung geben und ein Gespräch mit Fachleuten vorbereiten. Was er nicht kann: eine Diagnose stellen oder ausschließen. Erhöhte Werte können auch andere Ursachen haben.

⚠️ Wichtiger Hinweis zur Aussagekraft

Anders als der AQ ist der RAADS-R von seinen Autoren ausdrücklich für die Durchführung durch Fachleute in einer klinischen Situation entwickelt worden – nicht als reines Online- oder Selbstausfüll-Instrument. Ein allein am Bildschirm ausgefülltes Ergebnis ist daher mit besonderer Vorsicht zu lesen und ersetzt keine begleitete Auswertung. Nutzen Sie es als Vorbereitung, nicht als Ergebnis.

🔒 Datenschutz

Es werden keinerlei Daten gespeichert oder übertragen. Der Test läuft ausschließlich in Ihrem Browser auf Ihrem Gerät. Ihre Antworten verlassen es zu keinem Zeitpunkt; es gibt keine Übermittlung, keine Cookies, kein Nutzerkonto. Sobald Sie die Seite schließen oder neu laden, ist alles gelöscht. Ihr Ergebnis können Sie danach lokal als PDF speichern oder drucken.

Hinweis zur Bearbeitung: Beziehen Sie jede Aussage auf Ihr Leben insgesamt und kreuzen Sie pro Aussage genau eine Spalte an. Der Fragebogen ist in vier Schritte aufgeteilt; erst wenn alle 80 Aussagen beantwortet sind, kann ausgewertet werden. Planen Sie etwa 45–60 Minuten ein.

0 von 80 beantwortet

Trifft jetzt zu und traf in meiner Kindheit/Jugend zu Trifft nur jetzt zu Traf nur zu, als ich jünger als 16 war Nicht zutreffend

Schritt 1 von 4 · Aussagen 1–20

1. Ich bin ein verständnisvoller Mensch.

2. Ich verwende in Gesprächen oft Wörter und Redewendungen aus Filmen und dem Fernsehen.

3. Ich bin oft überrascht, wenn andere mir sagen, ich sei unhöflich gewesen.

4. Manchmal spreche ich zu laut oder zu leise, ohne mir dessen bewusst zu sein.

5. Ich weiß oft nicht, wie ich mich in sozialen Situationen verhalten soll.

6. Ich kann mich „in andere hineinversetzen“.

7. Es fällt mir schwer, die Bedeutung einiger Redewendungen zu verstehen, wie zum Beispiel „Du bist mein Augenstern“.

8. Ich unterhalte mich nur gerne mit Menschen, die meine besonderen Interessen teilen.

9. Ich konzentriere mich eher auf Details als auf die Gesamtidee.

10. Ich achte immer darauf, wie sich das Essen in meinem Mund anfühlt. Das ist mir wichtiger als der Geschmack.

11. Ich vermisse meine besten Freunde oder meine Familie, wenn wir lange Zeit getrennt sind.

12. Manchmal verletze ich andere, indem ich sage, was ich denke, auch wenn ich das gar nicht beabsichtige.

13. Ich denke und spreche eigentlich nur gerne über die paar Dinge, die mich wirklich interessieren.

14. Ich gehe lieber alleine in ein Restaurant essen als mit jemandem, den ich kenne.

15. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es wäre, jemand anderes zu sein.

16. Mir wurde gesagt, dass ich ungeschickt oder unkoordiniert bin.

17. Andere halten mich für seltsam oder anders.

18. Ich verstehe, wenn Freunde Trost brauchen.

19. Ich achte sehr darauf, wie sich meine Kleidung anfühlt, wenn ich sie berühre. Wie sie sich anfühlt, ist mir wichtiger als ihr Aussehen.

20. Ich ahme gerne die Art und Weise nach, wie bestimmte Menschen sprechen und sich verhalten. Das hilft mir, normaler zu wirken.

Schritt 2 von 4 · Aussagen 21–40

21. Es kann für mich sehr einschüchternd sein, mit mehr als einer Person gleichzeitig zu sprechen.

22. Ich muss mich „normal verhalten“, um anderen Menschen zu gefallen und dafür zu sorgen, dass sie mich mögen.

23. Neue Leute kennenzulernen, fällt mir normalerweise leicht.

24. Ich finde es sehr verwirrend, wenn mich jemand unterbricht, während ich über etwas spreche, das mich besonders interessiert.

25. Es fällt mir schwer, zu verstehen, wie sich andere Menschen fühlen, wenn wir uns unterhalten.

26. Ich unterhalte mich gerne mit mehreren Leuten, zum Beispiel am Esstisch, in der Schule oder bei der Arbeit.

27. Ich nehme Dinge zu wörtlich, sodass ich oft nicht verstehe, was andere eigentlich sagen wollen.

28. Es fällt mir sehr schwer zu erkennen, wenn jemand verlegen oder eifersüchtig ist.

29. Manche ganz gewöhnlichen Texturen, die andere nicht stören, empfinde ich als sehr unangenehm, wenn sie meine Haut berühren.

30. Es stört mich extrem, wenn meine gewohnte Vorgehensweise plötzlich geändert wird.

31. Ich habe nie das gewollt oder gebraucht, was andere Menschen eine „intime Beziehung“ nennen.

32. Es fällt mir schwer, ein Gespräch zu beginnen und zu beenden. Ich muss so lange weiterreden, bis ich fertig bin.

33. Ich spreche in einem normalen Rhythmus.

34. Derselbe Klang, dieselbe Farbe oder dieselbe Textur kann sich plötzlich von sehr intensiv zu sehr matt verändern.

35. Der Satz „Du gehst mir unter die Haut“ ist mir sehr unangenehm.

36. Manchmal kann der Klang eines Wortes oder ein hoher Ton für meine Ohren schmerzhaft sein.

37. Ich bin ein verständnisvoller Mensch.

38. Ich kann mich nicht mit Figuren in Filmen identifizieren und nicht nachempfinden, was sie fühlen.

39. Ich merke nicht, wenn jemand mit mir flirtet.

40. Ich kann mir Dinge, die mich interessieren, in meinem Kopf bis ins kleinste Detail vorstellen.

Schritt 3 von 4 · Aussagen 41–60

41. Ich führe Listen mit Dingen, die mich interessieren, auch wenn sie keinen praktischen Nutzen haben (zum Beispiel Sportstatistiken, Zugfahrpläne, Kalenderdaten, historische Fakten und Daten).

42. Wenn mich sensorische Reize überfordern, muss ich mich zurückziehen, um sie auszublenden.

43. Ich bespreche Dinge gerne mit meinen Freunden.

44. Ich kann nicht erkennen, ob jemand an dem, was ich sage, interessiert ist oder sich langweilt.

45. Es kann mir sehr schwer fallen, die Gesichtsausdrücke, Hand- und Körperbewegungen einer Person zu deuten, während sie spricht.

46. Ein und dieselbe Sache (wie Kleidung oder Temperaturen) kann sich für mich zu verschiedenen Zeiten ganz unterschiedlich anfühlen.

47. Ich fühle mich sehr wohl, wenn ich mit jemandem ausgehe oder in geselligen Situationen mit anderen.

48. Ich versuche, so hilfsbereit wie möglich zu sein, wenn andere mir von ihren persönlichen Problemen erzählen.

49. Mir wurde gesagt, dass ich eine ungewöhnliche Stimme habe (zum Beispiel flach, monoton, kindlich oder hoch).

50. Manchmal geht mir ein Gedanke oder ein Thema nicht mehr aus dem Kopf, und ich muss darüber reden, auch wenn es niemanden interessiert.

51. Ich mache bestimmte Dinge immer wieder mit meinen Händen (wie flattern, Stäbchen oder Schnüre herumwirbeln, Dinge vor meinen Augen hin und her bewegen).

52. Ich habe mich noch nie für das interessiert, was die meisten Menschen, die ich kenne, interessant finden.

53. Ich gelte als mitfühlender Mensch.

54. Ich komme mit anderen Menschen gut zurecht, wenn ich mich an bestimmte Regeln halte, die mir helfen, normal zu wirken.

55. Es fällt mir sehr schwer, in Gruppen zu arbeiten und mich dort gut einzufügen.

56. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, fällt es mir schwer, das Thema zu wechseln. Wenn der Gesprächspartner dies tut, verärgert oder verwirrt mich das.

57. Manchmal muss ich mir die Ohren zuhalten, um schmerzhafte Geräusche auszublenden (wie Staubsauger oder Leute, die zu viel oder zu laut reden).

58. Ich kann mich mit anderen unterhalten und auch Small Talk führen.

59. Manchmal tun mir Dinge nicht weh, die eigentlich wehtun müssten (zum Beispiel, wenn ich mich verletze oder mir die Hand am Herd verbrenne).

60. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, fällt es mir schwer zu erkennen, wann ich mit Sprechen oder Zuhören dran bin.

Schritt 4 von 4 · Aussagen 61–80

61. Die Menschen, die mich am besten kennen, halten mich für einen Einzelgänger.

62. Ich spreche normalerweise in einer normalen Tonlage.

63. Ich mag es, wenn jeden Tag alles genau gleich abläuft, und schon kleine Änderungen in meinen Routinen bringen mich aus der Fassung.

64. Wie man Freunde findet und Kontakte knüpft, ist mir ein Rätsel.

65. Es beruhigt mich, mich im Kreis zu drehen oder auf einem Stuhl zu schaukeln, wenn ich mich gestresst fühle.

66. Der Ausdruck „Er trägt sein Herz auf der Zunge“ ergibt für mich keinen Sinn.

67. Wenn ich mich an einem Ort befinde, an dem es viele Gerüche, verschiedene Texturen, Geräusche oder grelles Licht gibt, fühle ich mich ängstlich oder verunsichert.

68. Ich merke, wenn jemand etwas sagt, aber eigentlich etwas anderes meint.

69. Ich bin gerne so viel wie möglich für mich allein.

70. Ich speichere meine Gedanken in meinem Gedächtnis wie Karteikarten und suche mir die heraus, die ich jeweils brauche, indem ich den Stapel durchgehe und die richtige finde (oder auf eine andere individuelle Weise).

71. Derselbe Ton kommt mir manchmal sehr laut oder sehr leise vor, obwohl ich weiß, dass er sich nicht verändert hat.

72. Ich verbringe gerne Zeit damit, mit meiner Familie und meinen Freunden zu essen und mich zu unterhalten.

73. Ich kann Dinge, die ich nicht mag (wie Gerüche, Texturen, Geräusche oder Farben), nicht ertragen.

74. Ich mag es nicht, umarmt oder festgehalten zu werden.

75. Wenn ich irgendwohin gehe, muss ich einer mir vertrauten Route folgen. Alles andere regt mich auf oder verwirrt mich.

76. Es fällt mir schwer, herauszufinden, was andere von mir erwarten.

77. Ich habe gerne enge Freunde.

78. Oft höre ich, dass ich zu viele Details erwähne.

79. Mir wird oft gesagt, dass ich peinliche Fragen stelle.

80. Ich neige dazu, auf die Fehler anderer hinzuweisen.

Bitte beantworten Sie in diesem Schritt noch alle Aussagen – fehlende sind markiert.

Ihr Gesamtwert: – von 240 Punkten

Die Referenzwerte in Klammern sind die in der Validierungsstudie ermittelten Trennwerte je Bereich. Sie dienen nur der Einordnung, nicht als Diagnose.

Unabhängig vom Ergebnis gilt: Wenn Sie im Alltag leiden oder sich viele Fragen stellen, lohnt sich ein Beratungsgespräch – auch ohne Diagnose. Das Caritas Kompetenzzentrum Autismus Schwaben-Nord (Tel. 0821 3156-454, offene Sprechstunde donnerstags 15–18 Uhr) berät kostenfrei. Mehr zum Weg zur Diagnostik: Autismus-Diagnostik in Augsburg.

Der Druck bzw. das Speichern als PDF erfolgt lokal über Ihren Browser – es werden dabei keine Daten übertragen.

Herkunft & wissenschaftliche Belege

  1. Ritvo, R. A., Ritvo, E. R., Guthrie, D., Ritvo, M. J., Hufnagel, D. H., McMahon, W. et al. (2011): The Ritvo Autism Asperger Diagnostic Scale-Revised (RAADS-R): An International Validation Study. Journal of Autism and Developmental Disorders, 41, 1076–1089. Sensitivität 97 %, Spezifität 100 %, Trennwert 65.
  2. Fragebogen und Auswertung: © Dr. Riva Ariella Ritvo und Dr. Edward R. Ritvo, 2007. Der Validierungsartikel ist unter der Creative-Commons-Lizenz Attribution–NonCommercial veröffentlicht.

Der RAADS-R ist ein Instrument zur klinisch begleiteten Einschätzung, kein Selbst-Diagnoseverfahren. Autismus Augsburg ist eine Initiative von Eltern für Eltern – wir bieten Orientierung und Information, führen keine Diagnostik durch und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Ihre Antworten werden ausschließlich lokal in Ihrem Browser ausgewertet und weder gespeichert noch übertragen.

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Über die Autorin / den Autor

Rolf Bosch

Mitgründer & Leitung der Initiative

Webdesigner & Marketing-Experte

Rolf Bosch hat Autismus Augsburg gemeinsam mit seiner Frau Karin Stiefel ins Leben gerufen. Der Weg dorthin begann in der Selbsthilfegruppe am Caritas Kompetenzzentrum Autismus in Augsburg – aus den vielen Gesprächen dort wuchs die Überzeugung, dass Familien vor, während und nach der Diagnose verlässliche Orientierung brauchen, nicht noch mehr geschlossene Türen. Beruflich kommt Rolf aus dem Webdesign und Marketing – dieses Wissen steckt heute in jeder Seite von autismus-augsburg.de. Sein Anspruch: Erfahrungen so aufbereiten, dass der nächste Schritt für andere Familien leichter wird.

„Aus Erfahrung wird Orientierung – genau dafür machen wir das."

Augsburg konkretRecht & AnträgeAufbau der Initiative

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