Wir sind keine Experten.
Wir sind betroffene Eltern.
Autismus Augsburg ist aus dem echten Leben entstanden — aus Kämpfen, die wir selbst geführt haben, aus Nächten voller Sorge und aus dem Moment, in dem wir entschieden haben: Wir warten nicht länger darauf, dass jemand anderes etwas tut.
Aus dem Leben —
nicht aus dem Lehrbuch
Unser Sohn Paul bekam mit vier Jahren die Diagnose Autismus. Laut Ärztin bedeutete das, Paul kommuniziert nur zum Schein und ist nicht in der Lage zur sozialen Interaktion & Kommunikation ist. Wir als Eltern fanden seine lustige und charmante Kommunikation eigentlich als liebenswert. Doch plötzlich waren Dinge wie z.B. seine unkonventionellen Ausdrucksweisen im höchsten Maße krankhaft und plötzlich braucht er Therapie. Was folgte, waren Jahre voller Kämpfe — um Therapieplätze, um Schulbegleitung, um Verständnis, um das, was Paul zusteht. Nicht weil wir nicht wussten, was wir wollten. Sondern weil das System es einem unnötig schwer macht.
„Es gab einen Moment, der mich wirklich sprachlos gemacht hat: Das Auswahlverfahren für Pauls berufliche Zukunft — und es endete nach fünf Minuten in einer Werkstatt. Fünf Minuten. Als wäre damit alles gesagt."
— Rolf BoschPaul hat mit Händen und Füßen dagegen gekämpft in die Werkstatt zu müssen und er schaffte es das er rausflog nach 6 Wochen. Er will einfach keine Einschränkung haben, er will kein Handycap. Wir haben dann gekämpft und nicht aufgegeben. Und heute ist Paul seit Jahren auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig — weit weg von der Werkstatt, die man ihm nach fünf Minuten zugewiesen hatte. Aber wir wissen: Nicht jede Familie kann so kämpfen. Nicht jeder hat die Zeit, die Kraft, die Möglichkeit.
Der dunkelste Moment kam, als Paul zwei Suizidversuche, aus Frust über seine Defizite, Ablehnung & Abgrenzung, hatte und wir dringend einen geeigneten Psychotherapeuten brauchten. Was folgte, war eine Odyssee über mehr als ein Jahr: unzählige Anrufe, Diskussionen mit der Krankenkasse, dem Jugendamt, dem Bezirk. Keiner wollte helfen. Keiner fühlte sich zuständig. Wir haben das geschafft — aber nur, weil Rolf selbstständig ist und die Zeit hatte, unermüdlich weiterzumachen. Wir dachten immer wieder: Was machen Eltern, die beide außer Haus arbeiten? Das ist nicht zu schaffen.
Diese Erfahrung hat uns verändert. Und sie hat uns klargemacht, warum es Autismus Augsburg geben muss.
Die Diagnose
Paul bekommt mit vier Jahren die Diagnose Autismus. Eine Erklärung — aber noch kein Wegweiser. Rolf und Karin stehen vor einem System, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet.
Jahre des Kämpfens
Therapieplätze, Schulbegleitung, Förderung — für fast alles muss gekämpft werden. Das 5-Minuten-Urteil in der Werkstatt: ein Wendepunkt, der zeigt, wie wenig Raum das System für echte Potenziale lässt.
Der dunkelste Moment
Nach Pauls zweitem Suizidversuch beginnt eine mehr als einjährige Odyssee auf der Suche nach einem Psychotherapeuten. Krankenkasse, Jugendamt, Bezirk — niemand fühlt sich zuständig. Eine Erfahrung, die Rolf und Karin nie vergessen werden.
Die Selbsthilfegruppe bei der Caritas
Rolf und Karin kommen zur Selbsthilfegruppe in der Caritas Augsburg. Was sie dort erleben, ist ein Augenöffner: Alle kämpfen dieselben Kämpfe. Alle fühlen sich alleingelassen. Reden allein reicht nicht.
Autismus Augsburg entsteht
Rolf macht eine einfache Rechnung auf: 300.000 Einwohner, 1,5 % Betroffene — das sind mindestens 4.500 Menschen in Augsburg. Und ihre Familien. Alle kämpfen allein. Das muss ein Ende haben.
Paul heute
Paul ist seit einigen Jahren auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt tätig in einem echten Job, mit nichtbehinderten Kollegen. Ein Schritt in die Teilhabe an unserer Gesellschaft. Wie es in Zukunft weitergehen wird, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass Paul laut den gesetzlichen Bestimmungen ein Anrecht hat auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bleiben. Auch wenn er diese Arbeit in der Containerfirma nicht mehr ausführen sollte. Es bedarf Kraft, Ausdauer etwas Kreativität auch unkonventionelle Wege zu gehen.
Zwei Menschen. Eine Mission.
Wir sind keine Verbandsfunktionäre und keine Berater. Wir sind Eltern — mit allem was das bedeutet.
Rolf ist Webdesigner und Online-Marketing-Experte — und er geht in seiner Arbeit auf. Ursprünglich Koch, dann Fachhochschule, dann Jahrzehnte im digitalen Business. Einer, der Probleme nicht beschreibt, sondern löst.
Er ist ein Kämpfertyp. Das war er immer. Aber mit 57 weiß er auch: Man kann nicht alles alleine stemmen. Die Energie wird nicht weniger — aber die Reserven brauchen länger zum Auffüllen. Genau deshalb ist ihm Autismus Augsburg so wichtig: damit andere Menschen in dieser Situation echte Hilfe und Unterstützung bekommen.
Was Rolf antreibt? „Ich war fassungslos, wie oft das System versagt hat. Das darf so nicht bleiben."
Karin ist Krankengymnastin aus Leidenschaft — ein Beruf, den sie nie aufgeben könnte, weil er ihr gibt was sie braucht: anderen Menschen zu helfen, direkt, spürbar, wirksam.
Sie ist eine sanfte Seele mit einem sonnigen Gemüt. Und sie kann kämpfen wie eine Löwin — wenn es sein muss. Aber lieber schafft sie Räume, in denen Menschen atmen können. In der Selbsthilfegruppe saß sie zwischen Menschen, die dieselben Kämpfe kannten wie sie. Sie hörte zu. Sie erkannte sich in jeder Geschichte wieder. Und irgendwann wurde ihr klar: Das hier ist kein Zufall, kein Einzelschicksal. Das ist ein System, das versagt. Und das muss sich ändern.
Was sie verbindet
Wir lieben unseren Sohn über alles — und könnten uns ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Aus dieser Liebe zu einem Menschen, der uns wirklich braucht, ist unter anderem Autismus Augsburg entstanden. Nicht aus Theorie. Nicht aus Karriereambitionen. Aus dem echten Wunsch, dass andere Familien nicht dieselben Kämpfe alleine führen müssen.
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Autismus Augsburg lebt von Menschen, die sich einbringen — mit ihrer Zeit, ihren Fähigkeiten, ihrer Erfahrung. Nicht mit Geld. Mit dir.
Dauert 2 Minuten · Kein Verbindlichkeit · Wir melden uns persönlich
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Mehrere Bereiche möglich — wähle was zu dir passt.
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Optional — aber hilfreich, damit wir uns gut vorbereiten können.
Willkommen an Bord!
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