Gemeinsam
Gutes weiterdenken.
Familien mit Autismus bringen viel Erfahrung mit — über Diagnose, Therapie, Schule und Beruf. Aus dieser Erfahrung heraus möchten wir Anregungen einbringen, wie sich Angebote in Augsburg und Schwaben Schritt für Schritt weiterentwickeln lassen. Unser Weg ist der des Gesprächs mit allen, die das Thema mitgestalten möchten.
und Einrichtungen
die den Weg kennt
gemeinsam wachsen
Sechs Themen, für die wir uns einsetzen möchten
Aus eigener Erfahrung und vielen Gesprächen mit anderen Familien haben sich sechs Themen herauskristallisiert, bei denen wir Potenzial für Verbesserungen sehen — jeweils mit klaren Ansprechpartnern und konkreten Anregungen.
Unsere Haltung
Wir kommen aus der Praxis — als Familie, die den Weg durch das Unterstützungssystem selbst gegangen ist. Unsere Anregungen benennen wir sachlich und aus erlebter Erfahrung heraus, immer in dem Bewusstsein, dass viele Menschen in Einrichtungen, Ämtern und Praxen bereits engagiert gute Arbeit leisten. Uns geht es um das konstruktive Gespräch mit allen, die bereit sind, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Kürzere Wartezeiten auf eine Diagnose
Besonders wichtigIn Bayern warten Familien heute häufig bis zu zwei Jahre auf eine Autismus-Diagnose. Das ist eine lange Zeit — sowohl für Kinder, die früh eine gezielte Begleitung brauchen könnten, als auch für Eltern und Schulen, die sich Orientierung wünschen. Wir möchten anregen, über verbindliche Orientierungsrahmen für Wartezeiten zu sprechen, das Netz spezialisierter Diagnostikstellen weiter auszubauen und eine transparentere Koordination der Wartelisten in der Region Augsburg zu prüfen.
Mehr spezialisierte Therapieplätze in Augsburg
Besonders wichtigNach der Diagnose folgt häufig die Suche nach einem passenden Therapieplatz — und gerade autismusspezifische Angebote sind in Augsburg rar. Für Familien, die keinen Kassenplatz finden, bleibt oft nur die private Finanzierung oder eine längere Wartezeit. Wir möchten anregen, zusätzliche Kassensitze für spezialisierte Therapien zu ermöglichen, eine koordinierende Vermittlungsstelle in der Region zu schaffen und die Abläufe bei der Kostenübernahme zu vereinfachen.
Schulinklusion verlässlicher gestalten
WichtigFamilien erleben Schulbegleitung und Inklusion heute sehr unterschiedlich — Verlauf und Qualität hängen oft stark vom jeweiligen Umfeld ab. Hier sehen wir Potenzial für mehr Verlässlichkeit: durch klarere Standards für Schulbegleitung in Bayern, durch Angebote zur Autismus-Fortbildung für Lehrkräfte und durch eine unabhängige Beratungsstelle, an die sich Familien bei Fragen rund um Schule und Behörden wenden können.
Vielfältigere Wege in den Beruf
WichtigJunge Menschen mit Autismus haben sehr unterschiedliche Fähigkeiten, Interessen und Wünsche. Wir würden uns freuen, wenn die beruflichen Perspektiven noch differenzierter betrachtet würden — nicht als Entweder-oder, sondern als breites Spektrum. Unser Sohn Paul arbeitet heute auf dem ersten Arbeitsmarkt — das ist ein schöner Weg, aber sicher nicht der einzige mögliche. Wir möchten anregen, niedrigschwellige Berufsberatung speziell für autistische Menschen auszubauen, die IFD-Begleitung bei Übergängen zu stärken und Unternehmen zu unterstützen, die autistische Mitarbeitende einstellen möchten.
Erwachsene mit Autismus stärker mitdenken
LangfristigViele Angebote richten sich heute primär an Kinder und Jugendliche. Erwachsene — ob mit später Diagnose oder lebenslanger Erfahrung — finden seltener passende Therapie-, Beratungs- oder Austauschangebote. Wir möchten anregen, diese Lebensphase stärker in den Blick zu nehmen: mit eigenen Anlaufstellen, spezialisierten Therapieangeboten und durch die Einbeziehung erwachsener autistischer Menschen in Entscheidungen, die sie selbst betreffen.
Die Bayerische Autismus-Strategie weiter mit Leben füllen
LangfristigMit ihrer Autismus-Strategie 2023 ist Bayern als erstes Bundesland einen wichtigen Schritt vorausgegangen — das würdigen wir ausdrücklich. Wie bei jedem großen Vorhaben braucht die Umsetzung nun Zeit, Ressourcen und regelmäßigen Austausch. Wir möchten anregen, den Fortschritt in einem jährlichen öffentlichen Bericht nachvollziehbar zu machen, konkrete Zwischenziele zu benennen und Betroffenenverbände aktiv in die weitere Entwicklung einzubeziehen.
Einrichtungen, mit denen wir in Verbindung stehen
In Augsburg und Schwaben gibt es bereits viele engagierte Einrichtungen rund um das Thema Autismus. Wir schätzen deren Arbeit sehr und suchen den Austausch — mal als Gespräch, mal als Wegweiser für Familien.
Caritas Augsburg
Frau Daum & Frau Jacobs vom Kompetenzzentrum Autismus Schwaben-Nord begleiten unsere Arbeit wohlwollend von Anfang an.
BegleitendFrère-Roger-Kinderzentrum
Bietet therapeutische Begleitung, MSD-A, Schulbegleitung und Frühförderung für Kinder und Jugendliche in der Region.
TherapeutischJosefinum Augsburg
Spezialambulanz für Autismus mit umfassender Diagnostik (u. a. ADOS, ADI-R) für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre.
DiagnostikbesondersAnders e.V.
Selbsthilfeverein für Familien mit autistischen Kindern mit Freizeitangeboten und Elternaustausch, aktiv seit 2023.
SelbsthilfeSozialamt Augsburg
Wichtige Anlaufstelle für Familien — Anträge, Eingliederungshilfe und Schwerbehindertenausweis.
BehördeSie?
Organisation, Praxis, Schule oder Unternehmen? Wir freuen uns über jede Einrichtung, die mit uns in Kontakt treten möchte.
Kontakt aufnehmen →Wir würden gerne mit der Politik ins Gespräch kommen
Stadtrat Augsburg, Behindertenbeirat, Bezirksregierung Schwaben, Bayerischer Landtag — nach und nach möchten wir mit Menschen in diesen Gremien ins Gespräch kommen. Wer selbst politisch aktiv ist oder gute Kontakte hat, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden. Jeder Hinweis hilft uns, den passenden Anknüpfungspunkt zu finden.
Kontakt aufnehmen
Wir antworten persönlich innerhalb von 48 Stunden.
Nachricht gesendet!
Vielen Dank — Rolf oder Karin melden sich persönlich bei Ihnen innerhalb von 48 Stunden.